Biologie und Chemie für Schülerinnen und Schüler am Gymnasium


Natriumflamme Chemie + Biologie = Wissen

2010 - das Jahr der Artenvielfalt

Die Vereinten Nationen haben 2010 zum "Internationalen Jahr der Artenvielfalt" erklärt

Um auf den weltweit drohenden Verlust der biologischen Vielfalt von Tieren und Pflanzen (Vielfalt von Tieren und Pflanzen = Biodiversität, engl. biodiversity = Artenvielfalt, Artenreichtum) aufmerksam zu machen, haben die Vereinten Nationen das Jahr 2010 zum "Internationalen Jahr der Artenvielfalt" erklärt.
Wie viele Arten heute auf der Erde leben, ist nicht genau bekannt. Wissenschaftler gehen von ca. 15 Millionen existierenden Arten aus. Derzeit bekannt und beschrieben sind ca. 1,8 Millionen Arten, auf ihre Gefährdung hin untersucht wurden bisher ca. 40.000 Arten. Die biologische Vielfalt ist nicht gleichmäßig über die Erde verteilt. Ungefähr 70 Prozent aller Arten leben in den Tropen und Subtropen. Bei den höheren Pflanzen steht an erster Stelle Brasilien mit ca. 56.000 Arten. Deutschland mit nur ca. 2.700 höheren Pflanzenarten ist dagegen vergleichsweise artenarm.

Warum sollte ein ganzes Jahr der Artenvielfalt gewidmet sein? Ist das Aussterben von Arten ein Grund zur Besorgnis?

Feldsperling auf einem Ast. Auf dem Bild rechts ist der Feldsperling (lat: Passer montanus) zu sehen. Er bewohnt vor allem offene Landschaften, Gärten und Obstgärten auf dem Lande, lebt am Rande von Städten, aber auch am Rand von Laubwäldern. Er ist in ganz Europa und Asien (außer Indien) verbreitet. Für seine Ernährung, vor allem die der Jungen, braucht er Insekten und das nicht zu knapp.
Feldsperling auf einem Ast. Menschen finden Gefallen an anderen Organismen. Vor allem an denen mit dem weichen Fell, oder den kuscheligen Federn, die so "niedlich" aussehen. So ein hübscher Vogel, wie das Rotkehlchen, das auf dem Bild rechts zu sehen ist, wird vom Menschen sogar gefüttert.

Menschen sind auf andere Arten angewiesen. Tiere und Pflanzen dienen ihnen als Nahrung, zur Gewinnung von Fasern oder Medikamenten.

Wenn wir durch unsere Lebensweise weiterhin das Aussterben von Arten verursachen, dann wirft das eine Reihe von ethischen und philosophischen Fragen auf.

Wenn Arten aussterben, werden wir keine Gelegenheit mehr haben, an dieser Stelle ökologische Wechselwirkungen zu erforschen sowie die Zusammenhänge dieses Ökosystems zu verstehen.

Arten sind notwendig für das Funktionieren jedes Ökosystems, da wir ein Bestandteil dieses Ökosystems sind, sind wir auf andere Arten angewiesen.

Das Aussterben von Arten ist ein Grund zur Besorgnis. Deshalb ist das Jahr 2010 zum Jahr der Artenvielfalt erklärt worden.